Plotterpapier-Gewicht: 80g, 90g, 120g & mehr – welche Grammatur wofür?

Was bedeutet die Grammatur (g/m²)?

Die Grammatur gibt das Flächengewicht des Papiers an – also wie viel ein Quadratmeter wiegt. Je höher der Wert, desto schwerer, dicker und stabiler das Papier. Auf die Grammatur kommt es an, weil sie gleich mehrere Dinge beeinflusst: die Steifigkeit und Wertigkeit des Drucks, wie gut das Papier Tinte aufnimmt, und nicht zuletzt den Preis pro Rolle. Ein höheres Gewicht ist nicht automatisch „besser" – es ist nur für andere Zwecke gemacht.

Die gängigen Gewichte im Überblick

80 g/m² – der Allrounder für CAD und Alltag

80 g/m² ist der Standard im technischen Bereich und das mit Abstand am häufigsten eingesetzte Plotterpapier. Es ist wirtschaftlich, läuft zuverlässig in allen gängigen Plottern und liefert scharfe Linien – ideal für CAD-Zeichnungen, Baupläne, Entwürfe und alle Anwendungen mit hohem Druckvolumen. Wenn Sie überwiegend monochrome technische Zeichnungen drucken, ist dies in der Regel Ihre Wahl.

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90 g/m² – etwas mehr Stabilität

90 g/m² ist geringfügig kräftiger als der Standard. Das macht sich bemerkbar, wenn der Tintenauftrag höher ist oder die Drucke häufiger angefasst, gerollt oder weitergereicht werden. Auch für gemischte Anwendungen, bei denen mal Linien und mal Flächen gedruckt werden, ist 90 g/m² eine gute Brücke zwischen Wirtschaftlichkeit und Stabilität.

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120 g/m² und mehr – für Präsentation und Repräsentation

Ab 120 g/m² wird das Papier deutlich schwerer und wertiger. Diese Grammaturen eignen sich für hochwertige Präsentationen, Plakate, Poster und Drucke, die repräsentativ wirken oder transportiert werden sollen, ohne zu knittern. Bei farbigen, großflächigen Drucken spielt das höhere Gewicht – oft in Kombination mit einer Beschichtung – seine Stärke aus.

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Welches Gewicht für welche Anwendung?

  • Technische Zeichnungen / CAD / Baupläne → 80 g/m²
  • Hohe Druckmengen, wirtschaftlicher Dauereinsatz → 80 g/m²
  • Höherer Tintenauftrag, Drucke werden viel gehandhabt → 90 g/m²
  • Präsentationen, Plakate, repräsentative Drucke → 120 g/m² und mehr
  • Farbige, großflächige Drucke → 120 g/m² (idealerweise beschichtet)

Häufiger Fehler: zu schwer kaufen

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass schwereres Papier grundsätzlich „besser" sei. Für klassische CAD- und Linienarbeit bringt ein höheres Gewicht keinen Qualitätsvorteil – es kostet nur mehr und kann bei manchen Plottern den Papierlauf erschweren. Wählen Sie das Gewicht nach Anwendung, nicht nach Bauchgefühl.

Direkt zum passenden Plotterpapier

Mehr Grundlagen finden Sie im Plotterpapier-Ratgeber (Überblick).

Häufige Fragen (FAQ)

Welches Plotterpapier-Gewicht ist Standard?
80 g/m² ist der Standard im technischen Bereich und für die meisten CAD- und Alltagsanwendungen die wirtschaftlichste Wahl.

Ist schwereres Plotterpapier besser?
Nein, nicht grundsätzlich. Höhere Grammaturen sind für Präsentationen und repräsentative Drucke gemacht. Für technische Zeichnungen bringt 80 g/m² das gleiche Linienergebnis bei geringeren Kosten.

Welches Gewicht für farbige Poster?
Für farbige, großflächige Drucke empfiehlt sich 120 g/m² oder mehr, idealerweise beschichtetes Papier, das hohen Farbauftrag sauber aufnimmt.

Beeinflusst das Gewicht den Papierlauf im Plotter?
Sehr schweres Papier kann bei manchen Geräten den Einzug erschweren. Im Zweifel die Herstellerangabe Ihres Plotters zur maximalen Papierstärke beachten.